Kerniges Sauerteigbrot

glutenfrei mit Sonnenblumenkernen

Ein gutes Brot ist schon wirklich etwas Tolles, oder!? Besonders im Ausland merke ich immer wie sehr es mir doch fehlt, wenn man es nirgendwo kaufen kann, wie man es von Zuhause kennt. Als im letzten Jahr eine Entzündung in meinem Darm festgestellt wurde, durch die ich starke Beschwerden hatte und leider kaum etwas essen konnte, habe ich mich intensiv mit der Darmgesundheit und meiner Ernährung auseinander gesetzt. Ich wollte genau wissen was ich nicht vertrage und was solche Entzündungen bei mir hervorrufen konnte. Hierfür eignet sich die FODMAP Diät sehr gut. Den Sauerteig-Ansatz, welchen ich hier verwendet habe, findest Du bei meinen Rezepten unter Basics. FODMAP geeignete Rezepte findest Du auf meinem Blog auch viele. Unter 'Ernährung' kannst Du gezielt auf die Rezepte zugreifen, oder unter meinen Rezepten danach filtern. Damit möchte ich jeden Betroffenen unterstützen sich durch das Dickicht der vielen Vorgaben zu kämpfen. Jedenfalls habe ich durch FODMAP einen Weg gefunden meinen Körper zu verstehen und dabei auch herausgefunden, dass ich Gluten nicht gut und nur in Maßen vertrage. Seitdem geht es mir zwar besser, doch nahezu jeden Tag wie im Ausland. Gutes Brot ist in glutenfrei kaum zu finden. Darum habe ich mich jetzt endlich an glutenfreien Sauerteig herangetraut. Eine tolle Anleitung habe ich zum Glück bei Lena auf ihrem schönen Blog www.lenas-glutenfrei.de gefunden. Mehr Details zur Brotherstellung zeige ich Dir in meiner Instagram Story, von meinen Erfahrungen mit dem Sauerteig bis hin zum fertigen Sauerteigbrot. Ich freue mich wenn ich Dir mit Tipps und Ratschlägen weiter helfen kann. Schreib mir dafür gern eine Mail, einen Kommentar oder bei Instagram.

Für 1 Brot

ca. 350 g Buch­wei­zen-Sauer­teig
20 g Tapio­ka­stärke
100 g glu­ten­freier Mehl­mix
20 g Floh­sa­men­scha­len
400 ml Was­ser
90g Buch­wei­zen­mehl
90 g Hafer­flo­cken
50 g Son­nen­blu­men­kerne
TL gan­zer Küm­mel
TL Kumin
TL Fen­chel­sa­men
TL Salz

Die Zube­rei­tung für mei­nen Sauer­tei­gan­satz fin­det Du in mei­nen Grund­re­zep­ten! Ich ver­knüpfe ihn Dir aber auch unter die­sem Bei­trag.

Wenn Du den Sauer­teig her­ge­stellt hast, kann es an Tag vier, oder nach dem Akti­vie­ren Dei­nes Sauer­teig­s­tar­ters ans Backen gehen. Stelle den Sauer­tei­gan­satz zunächst 4 Stun­den in den war­men Back­ofen. Bei ein­ge­schal­te­ter Lampe sollte die Wärme aus­rei­chen.

Nach dem Erwär­men ent­nimmst Du von Dei­nem Sauer­tei­gan­satz etwa 4 EL und füllst ihn in ein sau­be­res Mar­me­la­den­glas. Das ist Dein soge­nann­tes “Anstell­gut”. So musst Du nicht jedes Mal wie­der von Vorne mit dem Sauer­teig begin­nen, son­dern kannst direkt mit dem Brot backen star­ten. Wie Du Dein Anstell­gut füt­terst und ver­wen­dest, kannst Du eben­falls in mei­nem Blog­bei­trag zum Sauer­tei­gan­satz nach­le­sen.

Nun aber zum Brot backen. Ver­mi­sche hier­für zunächst die Floh­sa­men­scha­len mit dem Was­ser. Rühre so lange gründ­lich um, bis die Masse klümp­chen­frei ein­ge­dickt ist.

Als nächs­tes gibst Du die Hafer­flo­cken kurz in einen Mixer, um sie etwas fei­ner zu mah­len. Dann ver­mischt Du die tro­cke­nen Zuta­ten mit­ein­an­der, sowie den Sauer­teig mit den Floh­sa­men­scha­len und gibst alles zusam­men in eine große Schale. Ich habe übri­gens das glu­ten­freie Mehl von REWE ver­wen­det, Du kannst aber auch nur Buch­wei­zen­mehl und oder andere Mehl­sor­ten wie Quinoa‑, Reis‑, Hafer‑, oder Hir­se­mehl ver­wen­den (unbe­auf­tragte Wer­bung durch Erwäh­nung).

Knete Dei­nen Brot­teig gut durch, bis sich alles ver­mischt hat. Lege den Brot­teig in eine bemehlte Schale, decke es mit einem Tuch ab und stelle es für wei­tere 3 Stun­den in den Ofen.

Anschlie­ßend nimmst du es her­aus und kippst es auf ein Blech mit Back­pa­pier. Heize den Ofen auf 230 °C Ober — und Unter­hitze auf und schiebe das Brot hin­ein. Stelle eine feu­er­feste Schale mit Was­ser mit in den Ofen, durch die Was­ser­dämpfe erhälst du eine schöne feste Brot­kruste. Backe Dein Brot nun bei die­ser Tem­pe­ra­tur für 20 Minu­ten. Stelle dann die Tem­pe­ra­tur auf 190 °C run­ter und backe es 45 wei­tere Minu­ten. Es bekommt in die­ser Zeit eine schöne dunkle Kruste.

Nun ist Dein Brot fer­tig. Ich selbst bin immer wahn­sin­nig unge­dul­dig was das Anschnei­den von Kuchen und Bro­ten betrifft. Ver­su­che Dich hier aller­dings zurück zu hal­ten, damit Dein Brot nicht mat­schig innen wird. Schneide es erst an wenn es voll­stän­dig aus­ge­kühlt ist.

passend zu diesem Thema

Im ver­gan­ge­nen Jahr hatte ich starke Pro­bleme bei mei­ner Ernäh­rung. Bauch­krämpfe, Übel­keit bis hin zum Erbre­chen. Müdig­keit und Abge­schla­gen­heit gehör­ten zur Tages­ord­nung. Alles was die Ärzte fan­den waren hohe Ent­zün­dungs­werte im Darm. Woher die kamen und auch was ich tun konnte, um die Beschwer­den zu mil­dern, konnte mir kei­ner sagen. Neben einer Hist­amin-Into­le­ranz konn­ten wei­ter keine Unver­träg­lich­kei­ten oder All­er­gien gefun­den wer­den. Ich war wie­der auf mich gestellt. Ich ent­schied mich dann mit Hilfe der FOD­MAP-Ernäh­rung mei­nen Kör­per zu beru­hi­gen, damit die Ent­zün­dun­gen in den Griff zu bekom­men, die Hist­amin-Werte ein­zu­däm­men und her­aus­zu­fin­den, wor­auf mein Kör­per so emp­find­lich reagierte. Was ich schon mal sagen kann ist, dass ich nun, ein Jahr spä­ter wie­der halb­wegs Beschwer­de­frei bin, solange ich mich an die Dinge halte die ich in dem Jahr her­aus­ge­fun­den habe und nicht mehr als eine Sache in gerin­gen Men­gen von der “ver­bo­te­nen Liste” auf ein­mal aus­teste. FODMAP in Kom­bi­na­tion mit einer Hist­amin­in­to­le­ranz ist auch kein leich­test Spiel, da sich die Lebens­mit­tel der bei­den Ernäh­rungs­for­men teil­weise gegen­sei­tig aus­schlie­ßen. Zu bei­den Ernäh­rungs­for­men muss man sich erst mal das Wis­sen aneig­nen, bevor man sich gut nach ihnen rich­ten kann. Ich habe damals lange gebraucht und möchte Dir darum hier auf dem Blog Unter­stüt­zung und gezielt pas­sende Rezepte anbie­ten. Unter mei­nem Punkt ‘Ernäh­rung’ kannst Du Dich gezielt über die ver­schie­de­nen Ernäh­run­gen infor­mie­ren und auf meine pas­sen­den Rezepte zugrei­fen Ich stehe Dir gerne jeder Zeit mit mei­nem Wis­sen und mei­ner Erfah­rung zur Seite. Inzwi­schen habe ich auch wie­der Lust Dinge aus­zu­pro­bie­ren, so wie die­sen Sauer­teig. Gene­rell sind Sauer­teig­brote ver­träg­li­cher als Brote aus Hefe­teig. Der Sauer­teig ent­hält natür­lich vor­kom­mende Mikro­or­ga­nis­men die wäh­rend der lan­gen Geh­zeit den Teig Ver­säu­ern und dabei unbe­kömm­li­che Schad­stoffe abbauen. Wäh­rend mei­ner Recher­che bin ich dann auf Lenas Blog gesto­ßen bei Insta­gram gesto­ßen. Sie zeigt in Ihren High­lights Schritt für Schritt wie man einen Sauer­teig glut­un­frei her­stellt und die­sen schließ­lich Backen oder wie­der akti­vie­ren kann. Ich bin begeis­tert von der ein­fa­chen Methode und habe nun immer ein klei­nes biss­chen Sauer­tei­gan­satzk in mei­nem Kühl­schrank, um regel­mä­ßig ein lecke­res Brot sel­ber backen zu kön­nen.