Alle Blogeinträge mit dem Tag Spargel

Inhaber

Johanna Schae­per

Ort

Gevers­dorf, LK Cuxhaven

Produkte

Obst wie Äpfel und Birnen.

Gründung

2010

Besonderheit

Haus­ge­mach­ter Gin aus eige­nem Obst

Seit meh­re­ren Jah­ren arbei­tet der Obst­hof Schae­per erfolg­reich mit der Gemü­se­kiste zusam­men, doch ein Besuch konn­ten bis­her noch nicht rea­li­siert wer­den. Schuld daran ist sicher die Ent­fer­nung, denn bis nach Gevers­dorf im Land­kreis Cux­ha­ven ist immer­hin kein Katzensprung.

Ver­gan­ge­nen Mon­tag habe ich mich mit Susanne von der Gemü­se­kiste auf den Weg gemacht, um mir das Gesche­hen auf dem Obst­hof mal genauer anzu­se­hen und Johanna Schae­per per­sön­lich ken­nen zu lernen.

Susanne und ich sind froh, als wir schließ­lich auf den idyl­lisch am Deich, rechts neben der Oste gele­ge­nen Hof ein­bie­gen. Zum Glück emp­fängt uns Johanna nach der lan­gen Fahrt auf ihre freund­li­che, nord­deut­sche Art. Sie berei­tet uns zunächst Kaf­fee und führt mit uns Small­talk als kenne man sich bereits seit Jah­ren persönlich.

Vor lau­ter Span­nung wol­len wir gar nicht lange “schna­cken”, son­dern lie­ber direkt mit der Bege­hung des Hofes und den umlie­gen­den, ins­ge­samt 40 Hektar Anbau­flä­chen begin­nen. Ange­fan­gen hat für Johanna alles im Jahr 2010, mit der Über­nahme des Hofes und vor­erst 11 Hektar Land. Inzwi­schen kon­zen­triert sich Johanna fast aus­schließ­lich auf den Anbau von Bir­nen- und Apfel­sor­ten, die seit 2019 sogar deme­ter qua­li­fi­ziert sind. Unter­stützt wird sie hier­bei von 4 fest­an­ge­stell­ten Mit­ar­bei­tern, zu denen Johanna eine so gute Bezie­hung hat, dass sie ihnen wie sie selbst sagt, ihr Haus ihren Hof und ihr Leben anver­trauen würde. Dank die­ses Ver­trau­ens ist es Johanna mög­lich sich aus der “Drau­ßen­ar­beit” fast voll­stän­dig raus­zu­zie­hen und die Zeit bei­spiels­weise für ihre Kin­der, die Büro­ar­beit oder Außen­ter­mine aufzuwenden.

Wäh­rend der Bege­hung der Anla­gen, hier und da eine Birne frisch vom Baum pro­bie­rend, berich­tet Johanna uns aus ihrem All­tag. Sie erzählt uns vom Anbau, der stän­di­gen Abhän­gig­keit des Kli­mas und wie Sie den rich­ti­gen Ern­te­zeit­punkt anhand von Geschmacks-Tests und ihrem Bauch­ge­fühl aus­macht. Dank jah­re­lan­ger Erfah­rung lege sie hier­mit bis­lang immer rich­tig und kann sich auch in die­sem Jahr über eine erfolg­rei­che Ernte freuen.

Ganz neben­bei erfah­ren wir, wie es ihr gelang nach ihrem Stu­dium zum Gar­ten­bau, mit den Schwer­punk­ten BWL und Obst­bau, so uner­schro­cken in eine Selb­stän­dig­keit als Land­wir­tin zu star­ten. Die kauf­män­ni­sche Seite habe Sie dabei von ihrem Vater vor­ge­lebt bekom­men. Müt­ter­li­cher­seits ist Johanna indes in einem fami­liä­ren Betrieb für die Her­stel­lung von Obst­kis­ten groß gewor­den. Also bereits seit Kind mit den Abläu­fen eines eige­nen Unter­neh­mens und dem Leben auf dem Hof betraut wor­den. Wich­tig war ihr von Anfang an, sich mit etwas selb­stän­dig zu machen, dass ihr Freude bereite, nur so könne Sie gut sein, in dem was Sie tue.

Durch das Stu­dium und einen Aus­lands­auf­ent­halt in Neu­see­land fes­tigte sich ihr Ent­schluss, aus­schließ­lich bio­lo­gisch anbauen zu wol­len. Dies sei für Sie nicht nur der ein­zige Weg ihren Kin­dern “die Welt zu erhal­ten”. Sie erklärt uns auch: “Bio ist für mich Indi­vi­dua­li­tät”! Dies meint für sie, sich Gedan­ken um das eigene Leben, die Natur und die Fol­gen unse­res Daseins zu machen. Für die Zukunft wünscht sich Johanna daher, wei­ter­hin mit Spaß bei der Sache zu sein und statt zu wach­sen, kon­stante Erträge erzie­len und mit ihren New­co­mer Elb­brand Lon­don Dry Gin durch­star­ten zu können.

Der Gin, den die zwei­fa­che Mut­ter mit ihrer Freun­din und Geschäfts­part­nern Karin Greis­ner her­stellt, ist seit Mai 2019 draußen.

Als wir am Ende des Tages vom Hof fah­ren, bin ich ganz schön beein­druckt von Johanna, ihrem Lebens­werk und vor allem der Lebens­en­er­gie die­ser Frau.

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Inhaber

Christa und Andreas

Ort

Fuhr­berg

Produkte

Spar­gel, Kar­tof­feln, Feldgemüse

Gründung

1585 — 2006 Umstel­lung auf Bio

Besonderheit

Spar­gel in bes­ter Qualität

Die Aus­flüge zu den Lie­fe­ran­ten der Gemü­se­kiste, haben mich oft auch in den Nor­den Han­no­vers ver­schla­gen. Heute habe ich hier den wohl ältes­ten Betrieb der Region zu besucht.

Der Bio­land Hof Wöh­ler, in Fuhr­berg — etwa 30 km von Han­no­ver ent­le­gen, besteht seit 1585 und wird inzwi­schen in der 14. Gene­ra­tion bewirt­schaf­tet. Christa und ihr Mann Andreas haben zunächst wie die Gene­ra­tio­nen zuvor kon­ven­tio­nelle Land­wirt­schaft betrie­ben, doch mit den Kin­dern kamen auch die ers­ten Zwei­fel daran auf.

Als wei­tere Fak­to­ren wie bei­spiels­weise das Trink­was­ser Schutz­ge­biet in dem sich die rund 180 Hektar Anbau­flä­che befin­den hin­zu­ka­men, stand für beide fest dass ihnen der kon­ven­tio­nelle Anbau nicht nach­hal­tig genug ist.

Andreas fin­det ein­deu­tig „hier, in die Region, gehört ein­fach der Öko-Land­an­bau hin und nichts ande­res!“ schließ­lich stellte die Fami­lie den Betrieb 2006 auf Bio um und sind sich laut Christa seit­dem einig: „Wir wol­len nach­hal­tig wirt­schaf­ten.“ Andreas sieht nicht ein warum er „oben etwas rein­schmei­ßen soll, was er hin­ter­her unten teuer wie­der her­aus­fil­tern muss.“

Neben der Fami­lie arbei­ten rund 20 Leute auf dem Spar­gel­hof in enger und ver­trau­ter Abspra­che mit­ein­an­der. Von den 180 Hektar, wer­den 5 Hektar mit Spar­gel bepflanzt, wel­cher sich in der Region einen ech­ten Namen gemacht hat. Die­ser wird nicht in Tun­neln ange­baut, son­dern nur unter einer leich­ten, locker auf­lie­gen­den Ern­te­fo­lie vor dem Son­nen­licht geschützt.

Das Anpflan­zen von Kar­tof­feln ist das zweite Stand­bein der Fami­lie. Neben­bei ver­sucht sich der Betrieb gerne im Anbau von aus­ge­fal­le­ne­ren Kul­tu­ren wie: Soja­boh­nen und Süß­kar­tof­fel. Auch Feld­ge­müse wie Hok­kaido oder Zwie­bel wer­den erprobt.

Als sich der Rund­gang mit Andreas dem Ende zuneigt, steht für mich fest: hier wird Land­wirt­schaft aus Lei­den­schaft und Über­zeu­gung gelebt. Die­ser Ein­druck bewahr­hei­tet sich, als mir Andreas beim Abschied ver­rät: „Wenn jetzt etwas schief gehen würde, könn­ten wir nicht mehr zurück zum Konventionellen!“

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