Neueste Beiträge

für 4 Personen

1 klei­ner Hokkaido-Kürbis
1 Gemüsezwiebel
200 g Steinchampignons
EL Stärke
20 g getrock­nete Steinpilze
500 ml kochen­des Wasser
EL Gemüsebrühe
1 Glas Erbsen
1 Pck. Soja­sch­net­zel, grob
1/2 Tasse Wildreis
1 Tasse Basmatireis
1 Bd. Petersilie
2 Zitronen
100 ml (pflanzl.) Milch
1 Pr. Chili
Pfeffer
Salz
1 Msp. Smo­key Paprikagewürz

Den Reis waschen und in der dop­pel­ten Menge Was­ser mit etwas Salz kochen.

Die Zwie­bel schä­len und fein wür­feln. Den Kür­bis waschen, auf­schnei­den, ent­ker­nen und klein wür­feln. Die Erb­sen aus dem Glas abgie­ßen und in einem Sieb durch­spü­len. Die Pilze put­zen und vierteln.

Die Soja­sch­net­zel mit den getrock­ne­ten Stein­pil­zen in eine Schale geben und 500 ml kochen­des Was­ser dar­über­ge­ben. Gemü­se­brühe hin­zu­ge­ben und gele­gent­lich umrüh­ren. Die Soja­sch­net­zel nach etwa 20 Min abgie­ßen, aus­drü­cken und dabei den Fond auffangen.

Öl in einer tie­fen Pfanne erhit­zen, Zwie­beln darin anschwit­zen, Stärke hin­zu­ge­ben und mit dem Fond anrüh­ren. Mit etwas Milch ver­fei­nern und mit den Gewür­zen abschmecken.

Nun den Kür­bis und die Pilze hin­ein­ge­ben und 10 Min leicht köcheln las­sen. Dann die Erb­sen und die Soja­sch­net­zel samt Stein­pil­zen hin­ein­ge­ben und unterrühren.

Mit Papri­ka­ge­würz und Zitro­nen­saft ver­fei­nern, anschlie­ßend frisch gehackte Peter­si­lie über das Fri­kas­see streuen und servieren.

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Chili

2 Zucker­mais­kol­ben
1 Glas Kidneybohnen
1 rote Zwiebel
4 Jalapenos
1 fri­sche Chili
1 Pck. SonnenblumenHACK
1 Bund Koriander
1 Bund Petersilie
500 ml Tomaten-Passata
EL Tomatenmark
TL Kraft­würze mediterran
100 g Cherrystrauchtomaten
1/2 TL Smo­key Paprikagewürz
Salz
Pfeffer
200 ml Wasser
Olivenöl

außerdem

2 Limet­ten
150 g Hirse

Etwas Oli­venöl in einen gro­ßen Topf geben und die gehackte Zwie­bel und die Chili darin dünsten.

Das Toma­ten­mark, die Kraft­würze sowie das Son­nen­blu­men­HACK hin­zu­ge­ben und scharf anbra­ten, dann mit dem Was­ser ablöschen.

Den Mais vom Kol­ben schnei­den, die Kid­ney­boh­nen abgie­ßen, die Jala­pe­nos in Schei­ben schnei­den und die gewa­sche­nen Toma­ten vier­teln. Das gesamte Gemüse samt Kid­ney­boh­nen in den Topf geben und mit Toma­ten-Pas­sata auf­gie­ßen. Salz, Pfef­fer und Papri­ka­ge­würz hin­zu­ge­ben und das ganze 20 – 30 Min einkochen.

Die Hirse in der dop­pel­ten Menge Salz­was­ser kochen. Das Chili mit Hirse ser­vie­ren. Dazu frisch gehack­ten Kori­an­der, Peter­si­lie und eine Limet­ten­spalte reichen.

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Füllung

100 g Kichererbsen
1 Blumenkohl
1 Zwiebel
TL Kraft­würze indisch
3 Eier
80 g gerie­be­ner Gouda
1 Mozzarella
Pfeffer
Salz

Außerdem

3 Och­sen­herz-Toma­ten
1 Baguette
Pesto alla Genovese
Oli­venöl für die Form
fri­sches Basilikum

Die Toma­ten waschen und vom obe­ren Teil einen Deckel abschnei­den, um dann das Innere der Toma­ten mit einem Löf­fel herauszulösen.

Den Blu­men­kohl von sei­nen Blät­tern befreien, waschen und in Rös­chen zer­tei­len. Die Rös­chen in einen Mixer geben und klein hacken, so wird hier­aus der Blu­men­kohl­reis. Den Blu­men­kohl in einer Pfanne mit der Kraft­würze, gehack­ter Zwie­bel, Salz und Pfef­fer anbraten.

Die Kicher­erb­sen, den gewür­fel­ten Moz­za­rella und den gerie­be­nen Käse in eine Schale geben und den leicht abge­kühl­ten Blu­men­kohl­reis unter­mi­schen. Die Toma­ten mit die­ser Mischung fül­len und oben eine leichte Mulde ein­drü­cken. In diese das Ei schla­gen und ein biss­chen Käse und Pesto dar­über geben.

Eine Form mit Oli­venöl ein­strei­chen, die Toma­ten hin­ein­set­zen und in den Ofen hei­ßen geben. Die Deckel der Toma­ten dabei auf das Blech neben die Form legen, um sie mit garen zu las­sen. Die Toma­ten 30 Min bei 200 °C Ober-/ Unter­hitze backen.

In der Zwi­schen­zeit das Baguette in Schei­ben schnei­den und von bei­den Sei­ten mit Pesto bestrei­chen, auf ein Back­git­ter legen und die letz­ten 10 Min knusp­rig mit backen lassen.

Bei­des her­aus­neh­men, die Toma­ten mit fri­schem Basi­li­kum gar­nie­ren und mit dem knusp­ri­gen Baguette servieren.

mehr Blumenkohl

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Zutaten

4 Zucker­mais­kol­ben
1 Gra­tin Cuisine
4 – 5 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Chili
1 Bund Petersilie
2 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
1/2 L Wasser
TL Kraft­würze orientalisch
TL Sesamkörner
Sesamöl
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Die Mais­kol­ben ent­blät­tern und den Mais vom Kol­ben schnei­den. Etwa eine Hand­voll Mais bei­sei­te­stel­len. Öl in einem tie­fen Topf erhit­zen. Gehackte Zwie­bel und in Schei­ben geschnit­te­nen Knob­lauch in das Öl geben und kurz andünsten.

Dann die gewa­sche­nen und gewür­fel­ten Kar­tof­feln und den Mais zuge­ben und kurz anbraten.

Die Kraft­würze in Was­ser lösen und damit das Gemüse ablö­schen. 10 Min köcheln las­sen, dann abschme­cken, mit einem Mix­stab pürie­ren und mit der Gra­tin Cui­sine ver­fei­nern. Erneut abschme­cken und auf dem aus­ge­stell­ten Herd ste­hen lassen.

Tipp: Statt die Kraft­würze in das Was­ser zu lösen, kann sie auch mit den Zwie­beln und dem Gemüse ange­düns­tet wer­den und spä­ter mit Was­ser abge­löscht werden.

In der Zwi­schen­zeit die Zuc­chini fein wür­feln und in einer Pfanne mit klein gehack­ter Chili, Sesam­kör­nern, Salz und Pfef­fer anbra­ten. Abküh­len las­sen und mit frisch gehack­ter Peter­si­lie vermischen.

In die Suppe den rest­li­chen Mais streuen, in Schäl­chen geben und das Zuc­chi­ni­ge­müse als Top­ping dar­auf geben. Etwas Sesamöl dar­über träu­feln und genießen.

Idee: etwas gerie­be­ner Käse in der Suppe, ver­leiht ihr eine extra def­tige Note und zieht herr­lich Fäden. 

Mehr Zuckermais-Rezepte

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Teig

30 g Reismehl
70 g Tapiokastärke
TL gem. Flohsamenschalen
170 ml lau­war­mes Wasser
EL Olivenöl
TL Salz
(Teig nach Freiknuspern.de)

Belag

5 EL Anti­pasti Bruschetta Brotaufstrich
gemischte Toma­ten z. B.:
3 Devo­tion Tomaten
200 g Cherry Toma­ten gelb
1 Och­sen­herz Tomate
50 g Pinienkerne
1 Bund Basilikum
EL Citrolive
oder ein ande­res Öl
Salz
Pfeffer

Die Zuta­ten für den Teig mit­ein­an­der ver­men­gen und die­sen in den Kühl­schrank geben. Die Toma­ten waschen und belie­big in Schei­ben, Spal­ten oder Vier­tel schneiden.

Das Basi­li­kum waschen, die Blät­ter von den Stie­len zup­fen und mit Öl, Salz und Pfef­fer in einen Mixer geben und grob mixen.

Die Pini­en­kerne ohne Öl in einer Pfanne rös­ten, dabei immer wie­der schwen­ken, da sie sehr schnell verbrennen.

Den Ofen auf 200 °C Ober-/ Unter­hitze hei­zen und in der Zwi­schen­zeit den Teig auf einer bemehl­ten Ober­flä­che dünn aus­rol­len. Den Teig auf ein Back­pa­pier geben und dies auf ein Blech legen. Dann den Teig mit einer Gabel ein­ste­chen und in den hei­ßen Ofen geben. Den Teig 10 Min Vor­ba­cken und herausnehmen.

Den Boden mit dem Auf­strich bestrei­chen und mit den Toma­ten bele­gen, dann erneut für etwa 5 – 10 Min im Ofen backen, nach Belie­ben die Toma­ten zuvor mit etwas Zucker bestreuen um deren Säure geschmack­lich zu minimieren.

Den Toma­ten-Flamm­ku­chen her­aus­neh­men, mit Basi­li­kumöl, Pini­en­ker­nen und eini­gen Basi­likum­blät­tern garnieren.

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Soße

300 ml Tomatenpassata
EL Tomatenmark
TL Agavendicksaft
(oder Prise Zucker)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
TL getrock­ne­ter Oregano
etwas Olivenöl
Pfeffer
Salz

Ratatouille

1 Auber­gine
3 – 4 Tomaten
2 Mozzarella
(oder vegane Alternative)
1 Zucchini
EL getrock­ne­ter Thymian
EL Sonnenblumenöl
fri­sches Basilikum

Das Gemüse waschen und in dünne Schei­ben schnei­den. Die Zwie­bel mit einer gepress­ten Knob­lauch­zehe im Son­nen­blu­menöl anbra­ten und mit der Toma­ten­pas­sata ablöschen.

Toma­ten­mark, Aga­ven­dick­saft und Ore­gano ein­rüh­ren und ein­ko­chen las­sen. Die Soße dann in eine fla­che Quiche­form oder eine ofen­feste Pfanne geben und dar­auf das Gemüse abwech­selnd schich­ten — erst eine Scheibe Auber­gine, dann Zuc­chini, gefolgt von Tomate und Moz­za­rella. Wie­der­ho­len, bis die Form voll ist.

Den rest­li­chen Moz­za­rella auf dem Gemüse ver­tei­len, etwas Thy­mian und Oli­venöl dar­über geben und mit Salz und Pfef­fer wür­zen. Dann im vor­ge­heiz­ten Ofen bei 200 °C Ober-/Un­ter­hitze 20 – 30 Min backen.

Je nach­dem wie dick die Gemü­se­schei­ben sind, vari­iert die Backzeit.

Zum Rata­touille fri­sches Baguette oder Brötchen/ Brot aus unse­rem glu­ten­freien Sor­ti­ment servieren.

Wenn Du das Rezept nach­ko­chen möch­test, fin­dest Du hier alle Bio-Zuta­ten* und kannst sie Dir auch noch ganz ein­fach nach Hause brin­gen las­sen. *es kann sein, dass einige Pro­dukte gerade nicht Sai­son haben.


Kim: Heute wol­len wir uns über Getrei­de­sor­ten unter­hal­ten. Die wich­tigs­ten Sor­ten, alte Sor­ten, die hei­mi­schen Getrei­de­ar­ten, Pseu­do­ge­treide, also Sor­ten, die eigent­lich gar kein Getreide sind, aber den­noch so ver­wen­det wer­den kön­nen und ideal bei mög­li­chen Into­le­ran­zen oder All­er­gien sind. Ich selbst habe mich ja auch schon viel mit Getreide, ins­be­son­dere Glu­ten, aus­ein­an­der­ge­setzt und hier oft Michae­las Rat gesucht. Umso mehr freue ich mich, hier heute das Thema mit ihr zu behandeln.

Zunächst wollte ich von Michaela wis­sen: Wel­che Getrei­de­sor­ten kom­men denn so in Deinem/ Eurem All­tag vor?

Michaela: In unse­rem All­tag kommt schon ein hoher Wei­zen­an­teil vor. Ich ver­wende aber auch gern noch Rog­gen- und Dinkelmehl.

Kim: Wie setzt Du das genannte Getreide dann ein?

Michaela: Ich nutze es zum Bei­spiel als Brot, gerne Voll­korn und einen Teil Rog­gen. Das macht das Brot beson­ders saf­tig und hält es lange frisch. Ab und zu bereite ich auch mal vege­ta­ri­sche Fri­ka­del­len aus Kör­nern zu. Und am Mor­gen natür­lich mein Müsli, da greife ich gern zu Hafer­flo­cken oder Flo­cken aus Buchweizen.

Kim: Oh ja, lecker! In den Genuss Dei­ner Fri­ka­del­len durfte ich ja bereits auch schon kom­men. Sie haben mich damals zu mei­nen Reis-Brat­lin­gen inspi­riert, die jetzt auch als Rezept hier auf dem Blog zu fin­den sind. Wel­che bekann­ten Getrei­de­sor­ten gibt es denn gene­rell, die Dir einfallen?

Michaela: So spon­tan fal­len mir da Hafer, Din­kel, Wei­zen, Rog­gen und Gerste ein. Dazu kom­men dann noch die Pseudogetreide.

Kim: Kannst Du diese auch benennen?

Michaela: Na klar, da sind Mais, Reis, Hirse, Buch­wei­zen, Qui­noa und Amaranth.

Kim: Was genau machen denn die Pseu­do­ge­treide aus? Warum hei­ßen die so?

Michaela: Sie bie­ten eine tolle Alter­na­tive zu Getreide. Pseu­do­ge­treide zäh­len jedoch gar nicht zu den Brot­ge­trei­den. Viel­mehr han­delt es sich bei Ama­ranth, Qui­noa, Buch­wei­zen und Co. um ein­jäh­rige Pflan­zen, deren Samen sich ganz oder gemah­len ähn­lich wie Mehl ein­set­zen las­sen. Sie ent­hal­ten kein Glu­ten und sind daher bekömm­lich für Men­schen mit einer Glutenunverträglichkeit.

Kim: Was genau ist denn die­ses ‚Glu­ten‘?

Michaela: Glu­ten ist ein natür­li­ches Eiweiß, auch Kle­ber­ei­weiß genannt, das in Wei­zen und ande­ren Getrei­de­sor­ten vorkommt.

Kim: Was macht Glu­ten denn für viele Men­schen so schwer verdaulich?

Michaela: Viele Men­schen kön­nen gegen Glu­ten eine Unver­träg­lich­keit ent­wi­ckeln. Glu­ten­hal­tige Nah­rungs­mit­tel lösen dann bei ihnen eine Ent­zün­dung der Dünn­darm­schleim­haut aus. Diese Ent­zün­dung bewirkt, dass wich­tige Nähr­stoffe aus Getrei­de­pro­duk­ten unver­daut im Darm ver­blei­ben, wäh­rend der Kör­per selbst weni­ger Nähr­stoffe aus der Nah­rung auf­neh­men und nut­zen kann. Durch eine Umstel­lung der Ernäh­rung lässt sich die Krank­heit jedoch sehr gut in den Griff bekommen.

Hin­zu­zu­fü­gen ist, dass auch erb­li­che Fak­to­ren bei einer Into­le­ranz häu­fig eine Rolle spie­len kön­nen. Aber auch das Immun­sys­tem, Infek­tio­nen oder die Ernäh­rung kön­nen Gründe sein. Dabei gilt, dass Unver­träg­lich­keit nicht gleich Unver­träg­lich­keit ist. Gene­rell wird in drei Krank­heits­bil­der dif­fe­ren­ziert: die Zölia­kie, Glu­ten- bzw. Wei­zen­sen­si­ti­vi­tät und die Wei­zen­all­er­gie. Häu­fig wer­den diese Begriffe gleich­ge­setzt, dabei bedeu­ten sie – auch für die Betrof­fe­nen – völ­lig unter­schied­li­che Sym­ptome und Herausforderungen.

Kim: Kannst Du sagen, wel­che Sym­ptome dabei auf­tre­ten können?

Michaela: Oft ist von häu­fi­gen Bauch­schmer­zen, Durch­fall oder auch Kopf­schmer­zen die Rede. Aber auch Mus­kel- oder Glie­der­schmer­zen kön­nen zu den Beschwer­den zählen.

Ich würde jedoch zunächst die Beschwer­den mit einem Arzt abklä­ren, eh man auf Pizza, Brot, Nudeln und Co. verzichtet.

Kim: Kommt die­ses Glu­ten auch in den Urge­trei­de­sor­ten vor? Von denen habe ich viel gehört unter ande­rem, dass sie bekömm­li­cher sein sollen?!

Michaela: Ja! Auch im Urge­treide ist Glu­ten ent­hal­ten! Jedoch deut­lich weniger.

Kim: Worum han­delt es sich denn eigent­lich beim Urgetreide?

Michaela: Die heute so kost­ba­ren Urge­treide sind die Vor­gän­ger moder­ner Sor­ten. Sie wur­den frü­her, vor vie­len tau­send Jah­ren ange­baut, bevor sie aus Effi­zi­enz­grün­den fast gänz­lich von den Fel­dern ver­schwan­den. Jedoch keh­ren sie aktu­ell Stück für Stück auf die Fel­der zurück, da mehr Viel­falt gewünscht ist und sie zudem auch ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­sche Vor­teile bie­ten. Noch dazu wei­sen sie einen ganz beson­de­ren Geschmack auf und sind wei­test­ge­hend natur­be­las­sen. Die alten Sor­ten sind zudem resis­ten­ter gegen Krank­hei­ten und nach­hal­tig in der Erzeugung.

Kim: Kannst Du ein paar Sor­ten nennen?

Michaela: Da fal­len mir direkt Ein­korn, Urrog­gen, Urdin­kel und Emmer ein.

Kim: Oh ja, aus Emmer gibt es ja sogar Nudeln, habe ich kürz­lich gese­hen. Was unter­schei­det denn diese Sor­ten von moder­nen Getreidesorten?

Michaela: Das Getreide, das man auf unse­ren hei­mi­schen Fel­dern fin­det, ist bereits seit Jahr­tau­sen­den keine natür­li­che Pflanze mehr, son­dern durch den Men­schen gezüch­tet. Schon von Urzei­ten her wurde diese Kul­tur­pflanze immer neu beein­flusst und kul­ti­viert. Durch Züch­tun­gen und neuen Kreu­zun­gen wird der Wuchs der Getrei­de­pflan­zen dahin­ge­hend beein­flusst, mög­lichst ertrag­rei­che Ähren zu züch­ten. So erhält das Getreide immer grö­ßere Ähren mit vie­len, mög­lichst gro­ßen Kör­nern. Auch wird ver­sucht, sie gegen Umwelt­ein­flüsse wie bei­spiels­weise Kli­ma­schwan­kun­gen, Krank­hei­ten und Schäd­lin­gen resis­ten­ter zu machen.

Kim: Gibt es denn bei der Ver­ar­bei­tung von Urge­treide etwas zu beachten?

Michaela: Ja schon. Wenn wir beim Bei­spiel Emmer blei­ben, so ist die­ser beson­ders gut geeig­net für Brot und Gebäck. Er ver­leiht die­sen Pro­duk­ten eine cha­rak­te­ris­ti­sche dunkle Farbe und ein ein­zig­ar­ti­ges fein­wür­zi­ges Aroma.

Beim Backen ist jedoch zu beach­ten, dass die Back­ei­gen­schaf­ten von Urge­trei­den bei wei­tem nicht so gut sind, wie die vom her­kömm­li­chen Wei­zen, da sie ver­gleichs­weise gerin­gere Kle­b­er­ei­gen­schaf­ten haben. Die allei­nige Ver­wen­dung von Urge­treide in Gebä­cken kann daher zu Schwie­rig­kei­ten bei der Ver­ar­bei­tung und zu unbe­frie­di­gen­den Back­ergeb­nis­sen füh­ren. Emmer hat einen sehr straf­fen Kle­ber und eine geringe Dehn­bar­keit. Die ein­ge­schränkte Back­fä­hig­keit führt bei den Gebä­cken zu einem gerin­ge­ren Volumen.

Kim: Du sprichst von gerin­ge­ren Kle­b­er­ei­gen­schaf­ten. Glaubst Du, dass die Züch­tun­gen und die höhere Kon­zen­tra­tion an Glu­ten die Unver­träg­lich­kei­ten begüns­tigt haben?

Michaela: Ich sehe da tat­säch­lich eine Ver­bin­dung. Immer mehr Men­schen reagie­ren all­er­gisch auf glu­ten­hal­tige Lebens­mit­tel und sind gezwun­gen, auf jeg­li­che Getrei­de­pro­dukte zu verzichten.

Kim: Gibt es denn gute Alter­na­ti­ven für Men­schen mit Zöliakie?

Michaela: Ja, mitt­ler­weile gibt es ein brei­tes Spek­trum an Alter­na­ti­ven. Zum Bei­spiel Brot­sor­ten, die kein Glu­ten ent­hal­ten. Vor eini­gen Jah­ren muss­ten Betrof­fene noch auf Brot aus Mais- oder Reis­mehl zurück­grei­fen. Die­ses war jedoch sehr tro­cken und hatte kaum wert­volle Inhalts­stoffe. Inzwi­schen wer­den für die Her­stel­lung von Brot auch Qui­noa, Buch­wei­zen oder Ama­ranth ein­ge­setzt. Diese sind schmack­haft, haben eine wei­che Kruste und ent­hal­ten aus­rei­chend Pro­te­ine und Bal­last­stoffe für eine gesunde Ernährung.

Kim: Wor­auf müs­sen Men­schen mit Unver­träg­lich­keit denn noch achten?

Michaela: Da Glu­ten in allen Getrei­de­sor­ten vor­han­den ist, fin­det man es auch in vie­len Lebens­mit­teln. So fin­det Glu­ten sich manch­mal auch in schein­bar glu­ten­freien Lebens­mit­teln (wie Soßen, Brat­lin­gen und mehr) wie­der und Betrof­fene soll­ten beson­ders acht­sam durch den All­tag gehen.

Kim: Ja das stimmt, Mehl ist eben auch ein gutes Bin­de­mit­tel für Soßen oder eine Panade. Fällt Dir abschlie­ßend noch etwas ein?

Michaela: Ich würde ver­schie­dene Brot­sor­ten aus­pro­bie­ren und dar­auf ach­ten, dass sie aus­schließ­lich natür­li­che Inhalts­stoffe beinhal­ten und bei ihrer Her­stel­lung eine lange Teig­füh­rung beach­tet wurde. Wäh­rend einer lan­gen Teig­füh­rung bekom­men die Brote genü­gend Zeit, um zu gehen. Das ist wich­tig, denn nur dann quel­len die Bal­last­stoffe und auch die Stärke rich­tig auf und kön­nen vom Kör­per bes­ser ver­ar­bei­tet wer­den. In der Kamp­fel­der Hof­bä­cke­rei hier bei uns in Hid­des­torf bekom­men die Brote diese Zeit noch und das schmeckt man auch!

Kim: Vie­len Dank für den Tipp und vor allem für Deine Zeit, Michaela! Ich hoffe, das Thema fin­det hier Anklang und wird zur Anre­gung für einen Aus­tausch auf Insta­gram oder hier in den Kom­men­ta­ren genutzt.

Michaela: Ich freue mich hier eine Plattform gefunden zu haben, auf der ich mit Dir in Kontakt treten kann. Hier erwarten Dich ein paar Themen rund um die Ernährung. Ich setzte mich gern mit verschiedenen Bereichen wie einer gesunde Ernährung bei Kindern, klimafreundlichem Kochen, Resteverwertung von Lebensmitteln und ganz vielen anderen Bereichen auseinander. Jeden Monat werde ich hier einen Beitrag mit Dir teilen und freue mich auf Dein Feedback. Zu mir: Ich bin zweifache Mutter und habe eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin absolviert. Durch meine langjährige Arbeit in der Gemüsekiste ist gesunde Ernährung und der Umgang mit Lebensmitteln eine Selbstverständlichkeit für mich. Wenn es die Situation zulässt, gebe ich regelmäßig Kurse an Schulen und weiß daher auch wie insbesondere Kinder so ticken, was sie anspricht und welche Bedürfnisse sie in den unterschiedlichen Altersstufen haben.

Glutenfreie Rezeptideen

Hier findest Du die passenden Produkte zum Beitrag


Zutaten für 9 Gläser

2 kg Aprikosen
3 – 4 EL Zitronensaft
900 g Gelier­zu­cker 2:1
1 Vanillestange

Apri­ko­sen waschen, tro­cken­tup­fen und hal­bie­ren. Kern ent­fer­nen, Apri­ko­sen in grobe Stü­cke schnei­den. Früchte zusam­men mit Zitro­nen­saft in einem Topf zum Kochen brin­gen. Gelier­zu­cker unter die Früchte rüh­ren und wei­ter­ko­chen las­sen. 9 Glä­ser bereit­stel­len. Das Häu­ten der Apri­ko­sen ist nicht zwin­gend erfor­der­lich. Wenn man die pürier­ten Früchte nach dem Kochen durch ein Sieb streicht, kann man leicht even­tu­elle Apri­ko­sen­haut­reste aus der sam­ti­gen Mar­me­lade pas­sie­ren. Unter stän­di­gem Rüh­ren bei mitt­le­rer Hitze 3 Min köcheln las­sen. Kon­fi­türe mit einem Pürier­stab fein pürie­ren. Durch ein Sieb strei­chen, in die vor­be­rei­te­ten Glä­ser mit Schraub­ver­schluss fül­len und direkt ver­schlie­ßen. Tipp: Apri­ko­sen­mar­me­lade wird trotz der Zugabe von Zitro­nen­saft leicht bräun­lich. Daher am bes­ten dun­kel auf­be­wah­ren, das zögert den Farb­wech­sel etwas hinaus.


Zutaten für 2 300 ml Einmachgläser

2 Bund Radieschen
400 ml Con­di­mento Bianco
300 ml Wasser
EL Salz
60 g Zucker
2 Beu­tel Fen­chel-Anis-Küm­mel Tee
EL Senfkörner
EL gan­zer Pfeffer
4 Nelken

Grün ent­fer­nen und Radies­chen waschen und in Schei­ben schnei­den. Radies­chen, Gewürze und den Inhalt von 2 Tee­beu­teln Fen­chel-Anis-Küm­mel Tee in die Ein­mach­glä­ser ver­tei­len. Was­ser, Essig, Salz und Zucker in einem Topf zum Kochen brin­gen. Sobald Zucker und Salz auf­ge­löst sind, die Flüs­sig­keit auf die Glä­ser ver­tei­len, diese anschlie­ßend gut ver­schlie­ßen und auf dem Kopf abküh­len las­sen. Zum Abend­essen oder beim Grill­fest genie­ßen (Ideen­ge­bung von Iris @sprinzeminze).


Zutaten für 4 Personen

2 Bana­nen
400 g fri­sche Ananas
1 Vanilleschote
400 ml Mandeldrink

Die Bana­nen schä­len und in meh­rere Stü­cke schnei­den. In einem Gefrier­beu­tel über Nacht oder min­des­tens 2 Stun­den ein­frie­ren. Die Schale der Ana­nas weg- und das Frucht­fleisch klein­schnei­den. Alle Zuta­ten in einen Mixer geben und das fer­tige Getränk auf vier Glä­ser aufteilen.