Spargel-Socca

mit Rhabarber & Mangold

Die einfachsten Speisen, sind manchmal doch die Besten, oder?! Simple Zutaten wie Kichererbsenmehl, Wasser, Öl und Salz bilden die Basis für eine italienische Farinata. Vielerorts beliebt und oft als "Armeleute-Essen" bekannt, hat sich das Gericht über viele Regionen verbreitet und existiert mittlerweile unter verschiedensten Bezeichnungen. So kennt man das mediterrane Gericht in der Provence auch als eine Socca oder Cade. Im Mittelmeerraum und Südamerika bezeichnet man es gern als Farinata, Torta di ceci oder aber auch als Calentita und Panelle. Den einfachen Pfannkuchen nutzte man schon im Mittelalter als Brotersatz. Bis heute hat sich das schlichte und doch leckere Gericht gehalten. Während ich es das erste mal zubereitet habe musste ich feststellen, dass der Teig sehr bröselig ist und wohl doch über Nacht ziehen sollte eh er weiter verarbeitet wird. Außerdem ist ein hoher Pfannenrand für den traditionellen Pfannkuchen auch keine gute Idee, da der Fladen beim herausnehmen droht zu brechen. Als Alternative würde ich zu einer Springform oder einem Blech raten. In diesem Fall entfällt das vorherige Garen auf dem Herd und der Fladen wird ausschließlich im Ofen ausgebacken. Besonders begeistert mich die Konsistenz der Pfannkuchen und deren Einfachheit! Ohne Backpulver, Eier oder anderes Gedöns kommt er aus und kann so herrlich abgewandelt werden. Je nachdem was die Saison gerade an Früchten trägt und worauf Du Appetit hast. Mal mit einer deftigen Soße, mal mit Käse überbacken oder leicht und frisch mit Salat. So wird der Pfannkuchen zum idealen Resteessen. Hast Du's schon mal ausprobiert? Hinterlasse mir gern einen Kommentar mit Deinen Erfahrungen.

Socca

250 g Kicher­erb­sen­mehl
400 ml Was­ser
TL Salz

Belag

½ Pfund wei­ßer Spar­gel
200 g bun­ter Man­gold
2 – 3 Stan­gen Rha­bar­ber
2 Eier
EL Kokosöl
TL Honig
Salz
Pfef­fer

Dressing

2 EL Senf
EL Joghurt
einige Zweige Estra­gon
EL Zitro­nen­saft
TL Honig
Salz

NACHTRAG:

Nach­dem ich den Teig das zweite mal und mit Euren Tipps von Insta­gram erneut zube­rei­tet habe, ist der Teig mir deut­lich bes­ser gelun­gen. Ich habe ihn nicht in einer Pfanne ange­bra­ten und deut­lich län­ger (über Nacht Quel­len las­sen). Am nächs­ten Tag habe ich ihn dann direkt in eine gefet­tete Spring­form gestri­chen und direkt für 12 – 15 Minu­ten auf mitt­le­rer Schiene bei 170 °C geba­cken.

Kicher­erb­sen­mehl, Was­ser und Salz ver­men­gen und am bes­ten über Nacht bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur quel­len las­sen, da sonst der Teig zu brö­se­lig bleibt.

Das Gemüse waschen, Man­gold und Rha­bar­ber in dünne Schei­ben schnei­den. Die Man­gold­blät­ter grob zer­pflü­cken und den Spar­gel in 2 cm lange Stü­cke schnei­den.

Öl in einer Pfanne zer­las­sen und Man­gold­stiele mit Spar­gel und Rha­bar­ber darin schwen­ken. Nach kur­zem Anbra­ten die Man­gold­blät­ter zuge­ben und bei geschlos­se­nem Deckel ca. 4 Minu­ten düns­ten. Anschlie­ßend die Pfanne vom Herd neh­men und bei­seite stel­len.

Kicher­erbs­enteig erneut kräf­tig rüh­ren, in einer wei­te­ren Pfanne Kokosöl zer­las­sen und die Hälfte des Kicher­erbs­entei­ges hin­ein­ge­ben. Den Ofen auf 200 °C vor­hei­zen und den gut durch­ge­ba­cke­nen Fla­den, samt Pfanne (mit ofen­fes­tem Griff) hin­ein­ge­ben.

Die Eier hart kochen, abschre­cken, pel­len und vier­teln.

Wäh­rend die Socca 10 Minu­ten im Ofen bräunt das Dres­sing anrüh­ren. Hier­für den Estra­gon waschen, die Blät­ter von den Stie­len zup­fen und fein hacken. Gehackte Kräu­ter mit Joghurt, Öl, Zitro­nen­saft, Gewür­zen, Honig und Senf ver­rüh­ren.

Die Socca aus dem Ofen neh­men und mit dem zwei­ten Teil des Tei­ges genauso ver­fah­ren. Wenn beide Kicher­erb­sen­f­la­den gut aus­ge­ba­cken sind, das Gemüse und die Eier dar­auf geben und mit dem Dres­sing beträu­feln.